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5 Gründe, warum Yoga so wertvoll ist

Yoga ist wertvoll

„Ich atme ein. Und komme zur Ruhe. Ich atme aus. Und lächle. Heimgekehrt in das Jetzt wird dieser Moment ein Wunder.“ (Thích Nhát Hanh)

Ich habe nun schon öfter fragende Blicke oder Unverständnis geerntet, wenn ich von Yoga schwärme. Wenn ich erzähle, dass ich beinahe täglich übe, mag das klingen, als wäre ich diszipliniert und fleißig. Die Wahrheit ist, dass ich mich nicht zwingen muss, die Matte auszurollen. Ich mache es gerne, ich würde sogar so weit gehen zu sagen: Ich brauche es.

Andere Reaktionen, die ich bekomme, sind:

„Ich bin so ungelenkig. Beim Yoga muss man sich so verbiegen können. Das ist nichts für mich.

Oder:

„Yoga ist doch kein Sport. Das ist doch eigentlich nur Entspannung und ein bisschen dehnen.“

Bei beiden Vorurteilen muss ich widersprechen. Yoga ist weder Akrobatik, noch besteht es ausschließlich aus Entspannungsübungen. Diese Aussagen treffen nicht einmal im Kern, was Yoga beinhaltet.

Was also macht Yoga so besonders (für mich)?

  1. Yoga trainiert den Körper und macht gelenkig, ohne Zwang

Eine Yogastunde kann körperlich sehr fordernd sein, abhängig davon, welchen Yogastil man wählt. Heutzutage ist die Auswahl riesig, so dass theoretisch für jeden etwas dabei ist. Ich mache Yoga bereits seit ein paar Jahren, doch seit einem Jahr findet man mich fast täglich auf der Matte. Ich merke immer noch Fortschritte, was meine körperliche Fitness angeht und werde ständig gelenkiger. Das Geheimnis ist das regelmäßige Üben. Das Tolle ist, im Yoga lernt man seine eigenen Grenzen kennen und würde deshalb nie Übungen ausführen, die körperliche Schmerzen verursachen. Eins der Mottos ist: Fühle, wie weit du gehen kannst und spüre, wie du dich in diesem Moment fühlst. Gehe achtsam mit deinem Körper um. Das führt mich bereits zu Punkt  2:

  1. Im Yoga übt man Achtsamkeit auf Körper und Geist

Yoga ist viel mehr als eine Abfolge von Asanas (Körperstellungen). In erster Linie lernt man Achtsamkeit. Achtsamkeit auf die eigenen körperlichen Bedürfnisse und Achtsamkeit auf Gedanken und Gefühle. Was spürst du in diesem Moment? Was löst diese Asana bei dir aus? Im Yoga lernt man keine Bewegung unachtsam auszuführen. Selbst der Übergang von einer Asana in die andere wird achtsam ausgeführt. Das Ergebnis: Du bist vollkommen bei dir selbst und in diesem Moment. Meiner Meinung nach symbolisiert die Asana Krieger 2 diese achtsame Haltung perfekt. Die Beine sind stark und die Füße haben Kontakt zum Boden, was innere Stärke signalisiert. Das Herz befindet sich zentral über dem Becken, die Arme sind ausgestreckt, der Blick nach vorne gewandt. Der hintere Arm symbolisiert die Vergangenheit, der vordere die Zukunft. Dein Herz und Kopf befinden sich also im Hier und Jetzt – in der Gegenwart. Dein Blick jedoch ist nach vorne, du schaust nicht zurück und verlierst dich nicht in längst vergangenen Dingen.

  1. Yoga ist kein Wettkampf

Ein ganz wesentlicher Punkt für mich ist, dass Yoga niemals ein Wettkampf ist. Ich persönlich verlor immer recht schnell den Spaß an Sportarten, wenn es darum ging, gewinnen zu müssen. Bis ich Yoga für mich entdeckte und begeistert war, dass es hier nur um mich ging. Das ist auch der Grund, warum ich freiwillig und ohne Druck immer wieder auf die Matte zurückkehre. Es tut mir unheimlich gut und ich bin stolz, wenn ich meine Fersen beim Herabschauenden Hund auf den Boden bringe. Gleichzeitig kann ich akzeptieren, wenn es am nächsten Tag nicht geht, weil mein Körper und mein Geist jeden Tag anders sind. Es ist natürlich schwierig, sich in einem öffentlichen Yogakurs nicht mit anderen zu vergleichen. Aber es ist wichtig sich immer wieder daran zu erinnern: Das ist meine ganz persönliche Reise.

  1. Durch Yoga lernst du dich selbst besser kennen

Durch Yoga kann man wirklich einiges über sich selbst lernen. Ich habe zum Beispiel gelernt, wie eng Körper und Psyche zusammenhängen. An Tagen, an denen ich sorgenvoll oder zerstreut bin, ist es so gut wie unmöglich eine Gleichgewichtshaltung wie Krieger 3 einzunehmen. Ich schwanke dann hin und her oder kippe um, so dass mir relativ schnell klar wird: Mein Geist kommt gerade nicht zur Ruhe. An Tagen, an denen ich in Einklang mit mir selbst bin, stehe ich jedoch ruhig und stabil und nichts könnte mich aus dem Gleichgewicht bringen. Neulich hatte ich auch ein Erlebnis der anderen Art. Ich absolvierte ein Yoga-Programm, dass viele hüftöffnende Asanas beinhaltete und gleichzeitig achtete ich darauf, auch geistig offen zu sein, für alles was auch kommen möge. Als ich mich dann in der Taube entspannte, passierte es. Plötzlich kamen tiefe Emotionen in mir hoch und ich fing an zu weinen. So etwas hatte ich noch nie während meiner Yogapraxis erlebt. Es berührte mich sehr tief und irgendwie hatte ich in diesem Moment das Gefühl, offener mir selbst gegenüber geworden zu sein.

  1. Yoga wirkt sich positiv auf dein ganzes Leben aus

Regelmäßiges Üben von Yoga macht entspannter, fitter und achtsamer – und zwar nicht nur auf der Matte. Durch Yoga habe ich gelernt auch im Alltag, achtsam mit mir selbst umzugehen. Und wenn ich gestresst und schlecht gelaunt die Matte ausrolle, fühle ich mich garantiert entspannter und fröhlicher, wenn ich sie wieder zusammenrolle. Durch Yoga habe ich auch erkannt, wo meine Grenzen liegen und achte nun auch im Alltag darauf, dass sie nicht mehr so oft überschritten werden.  Durch Yoga bin ich auch oft dankbar für meine Gesundheit und meinen Körper. Kurzum, mein Leben hat sich durch Yoga positiv verändert.

Ich hoffe, dass noch viel mehr Menschen, diese unglaubliche Kraftquelle kennenlernen und ihre positiven Effekte auf sich wirken lassen.

Namasté.

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