Yoga-Geschichte
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Kleine Yoga-Geschichte

Die Sonne steigt über den Bergkamm. Langsam beginnen ihre Strahlen den noch gefrorenen Boden zu wärmen und der Tau glitzert im aufziehenden Tageslicht. Ein Falke schwingt sich vom nahen, noch dunklen Nadelwald in luftige Höhen und kreist über dem wunderschönen morgendlichen Schauspiel.

Ich trete aus meinem Versteck. Meine Glieder sind noch etwas steif von der Kälte. Tief atme ich die eisige Luft ein und spüre gleichzeitig die Sonnenstrahlen auf meiner Haut. Mit bloßen Füßen mache ich einen Schritt auf das gefrorene Gras. Es knistert leise, während ich mit vorsichtigen Schritten am Waldrand entlang über die Bergwiese schreite. Den Schmerz der Kälte, der langsam an meinen Beinen heraufkriecht, spüre ich nicht. Stattdessen fokussiere ich mich auf die Natur und mein Ziel, der große Felsen, der noch im Schatten des Gebirgsmassives wie ein Fremdkörper im Zentrum der hügeligen Wiese liegt. Alle Blicke richten sich automatisch auf diesen einen Fixpunkt, wenn man die Lichtung betritt. Dunkel, majestätisch und schutzbietend für alle Lebewesen.

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